Kontakt zur Bundesgeschäftsstelle

Deutsche Polizeigewerkschaft 
DPolG im DBB 
Friedrichstraße 169 
10117 Berlin

Tel. +49 30 40816550 
Fax +49 30 40816559 
post@dpolg.de

Bundesgeschäftsstelle
Suche
Kontakt zur DPolG

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Geben Sie die im Bild dargestellte Zeichenfolge ein oder nutzen Sie die folgende Audio-Alternative
Sabotageakte auf Umspannwerke in Jänschwalde und Bergheim

Schutz Kritischer Infrastruktur: Wer Sicherheit will, muss in Sicherheit investieren

Nach den mutmaßlichen Sabotageakten auf Umspannwerke in Jänschwalde und Bergheim fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) konsequente Investitionen in den Schutz Kritischer Infrastruktur. Betreiber, Bund und Länder müssen vorhandene Sicherheits- und Sensortechnik endlich flächendeckend einsetzen und die Vorgaben des KRITIS-Dachgesetzes konsequent umsetzen.

Der Bundesvorsitzende der DPolG, Heiko Teggatz, erklärt:

„Wer Sicherheit will, muss in Sicherheit investieren. Die notwendige Technik ist längst vorhanden. Moderne Sensorik entlang von Hochspannungsleitungen, digitale Überwachungssysteme, intelligente Detektionslösungen und weitere Schutztechnologien werden international bereits erfolgreich eingesetzt. Es fehlt nicht an technischen Möglichkeiten, sondern an konsequenten Investitionen.“

Die DPolG betont außerdem, dass die finanzielle und operative Verantwortung nicht allein bei den Sicherheitsbehörden liegen darf. Bund, Länder und Betreiber Kritischer Infrastrukturen müssen gemeinsam investieren und gemeinsam für Sicherheit sorgen. 

„Die Energieversorgung, Verkehrsnetze und Kommunikationsstrukturen sind die Eckpfeiler unseres Landes. Ihr Schutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss entsprechend finanziert werden.

Der Schutz Kritischer Infrastrukturen ist darüber hinaus nicht originär Aufgabe der Polizei, sondern zunächst Aufgabe der Betreiber selbst. Die Polizei greift dort ein, wo die Betreiber den Schutz ihrer Einrichtungen nicht mehr eigenständig gewährleisten können. Wer die Verantwortung für die Sicherheit seiner Anlagen trägt, muss auch in deren Schutz investieren“, so Teggatz.

Sascha Gerhardt, Landesvorsitzender der DPolG NRW, erklärt:

„Die Angriffe auf unsere Energieversorgung wie in Bergheim zeigen in aller Deutlichkeit, dass sich die Bedrohungslage verändert hat. Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere digitale Infrastrukturen im Fokus von Angriffen standen, geraten nun zusätzlich auch physische Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur ins Visier. Wer Umspannwerke, Hochspannungsleitungen oder Energieanlagen angreift, greift die Grundlagen unseres gesellschaftlichen Lebens und die Versorgungssicherheit unseres Landes an.“

Die DPolG bedankt sich ausdrücklich bei allen eingesetzten Polizeikräften sowie den Mitarbeitenden der Energieversorger und Netzbetreiber, die zur Aufklärung der Vorfälle und zur Sicherstellung der Energieversorgung beitragen.

„Deutschland muss den Schutz seiner Kritischen Infrastrukturen jetzt konsequent stärken. Die Technik ist vorhanden. Die Bedrohung ist real. Jetzt müssen Bund, Länder und Betreiber die notwendigen Investitionen tätigen“, so Gerhardt abschließend.

Verwandte Nachrichten
DPolG: KRITIS-Dachgesetz muss jetzt kommen – Anschlag in Berlin zeigt sofortigen Handlungsbedarf

07.01.2026 | Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert die sofortige Umsetzung des...

Weiterlesen