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Geplantes Alkoholverbot an Bahnhöfen

„Neue Regeln schaffen noch keine Sicherheit“: DPolG fordert 3.500 zusätzliche Stellen und moderne Videotechnik

Die DPolG begrüßt die von der Deutschen Bahn angekündigte Ausweitung von Alkoholverboten an Bahnhöfen. Gleichzeitig erneuert die DPolG ihre langjährige Forderung nach 3.500 zusätzlichen Stellen im bahnpolizeilichen Bereich, um die neuen Regelungen auch konsequent umsetzen zu können.

DPolG-Bundesvorsitzender Heiko Teggatz: 

„Neue Regeln schaffen noch keine Sicherheit. Wer ein flächendeckendes Alkoholverbot an Bahnhöfen fordert, muss auch die personellen Voraussetzungen schaffen. Deshalb fordert die DPolG seit Jahren mindestens 3.500 zusätzliche Stellen im bahnpolizeilichen Bereich."

Aus Sicht der DPolG ist die Einschränkung des Alkoholkonsums im Bahnbereich grundsätzlich ein sinnvoller Schritt. Alkohol senkt die Hemmschwelle für aggressives und gewalttätiges Verhalten. Wo Alkoholmissbrauch eingeschränkt wird, kann das zu mehr Sicherheit für Reisende, Bahnbeschäftigte und Einsatzkräfte beitragen.

Gleichzeitig weist die DPolG darauf hin, dass die Durchsetzung des Alkoholverbots zunächst in der Verantwortung der Deutschen Bahn liegt. Die Regelung basiert auf dem Hausrecht des Unternehmens. Für die Kontrolle und Durchsetzung des Hausrechts sind zunächst die Sicherheitskräfte der Bahn zuständig. Die Bundespolizei wird erst hinzugezogen, wenn Personen einem Platzverweis nicht nachkommen oder weitere Rechtsverstöße begehen. Wer sich trotz Aufforderung weigert, den Bahnhof zu verlassen, riskiert beispielsweise ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs.

Positive Erfahrungen mit Alkoholverboten bestehen bereits an großen Hauptbahnhöfen wie Hamburg, München oder Köln. Allerdings handelt es sich dabei um einzelne Schwerpunktstandorte. 

„Zwischen einem Alkoholverbot an wenigen großen Bahnhöfen und einer bundesweiten Regelung für über 5.000 Bahnhöfe liegt ein erheblicher Unterschied“, betont Teggatz.

„Je größer der Geltungsbereich wird, desto höher sind die Anforderungen an die Sicherheitsbehörden. Deshalb gehört die Diskussion über ein Alkoholverbot untrennbar zur Diskussion über zusätzliches Personal.“

Darüber hinaus fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft den weiteren Ausbau intelligenter Sicherheitstechnik im Bahnbereich. Moderne, KI-gestützte Videosysteme können auffällige Verhaltensmuster, Gewaltdelikte oder gefährliche Situationen frühzeitig erkennen und Sicherheitskräfte gezielt unterstützen. 

„Mehr Sicherheit an Bahnhöfen erreichen wir durch eine Kombination aus klaren Regeln, ausreichend Personal und moderner Technik. Neben den von uns geforderten 3.500 zusätzlichen Stellen bei der Bundespolizei gehört deshalb auch der verstärkte Einsatz KI-gestützter Videotechnik zu einem zukunftsfähigen Sicherheitskonzept für den Bahnverkehr“, erklärt Teggatz abschließend.

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