Die damalige Deutsche Volkspolizei (DVP) stand vor großen Herausforderungen und hatte einen entscheidenden Anteil daran, dass es eine friedliche Revolution blieb. Ich bin sehr froh, dass meine damaligen Kolleginnen und Kollegen so besonnen gehandelt haben und mit der polizeilichen Lage so professionell und verantwortungsvoll umgegangen sind. Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 musste auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eine völlig neue Sicherheitsarchitektur geschaffen werden. Dazu gehörte der Aufbau einer rechtsstaatlichen Polizei. Neue Strukturen, neue Rechtsnormen andere Formen der Kriminalität und Einsatzlagen stellten uns vor enorme Herausforderungen. Umstrukturierungen, ungeklärte Anerkennung von Bildungsabschlüssen und Qualifikationen und nicht zuletzt die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes erleichterten nicht gerade die Akzeptanz der notwendigen Veränderungen. Mit der Wendezeit erhöhte sich das Arbeitsaufkommen bei der Schutz- und Kriminalpolizei enorm. Einbrüche, Diebstahl, Raub, Mord und Totschlag, Auseinandersetzung mit linker und rechter Gewalt, Großdemonstrationen, Risikospiele bei Fußballeinsätzen und Migration sind heute alltägliches Geschäft und die Belastung ist eine andere als damals.
Vollständiger Leitartikel erscheint in der November-Ausgabe des POLIZEISPIEGEL

