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Blitzermarathon

Rainer Wendt: "Raserei ist der Killer Nummer Eins im Straßenverkehr"

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, bewertet den ersten europaweiten Blitzmarathon als nachhaltiges Instrument, um die Zahl der Verkehrstoten zu minimieren. Im Deutschlandradio Kultur verwies Wendt auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach die Geschwindigkeit zwar am Tag danach wieder zunehme, doch "nie wieder so hoch" werde wie vorher.

 

Es gehe nicht darum, Menschen zu bestrafen, zu drangsalieren oder die Staatskassen zu füllen, sondern um einen gesellschaftlichen Stimmungswandel, so Wendt: "Geschwindigkeitsüberschreitung ist der Killer Nummer eins im Straßenverkehr mit schrecklichen Folgen. Und die abzumildern - darum geht es."

Jährlich gebe es fast 4.000 Tote und "unglaublich viel menschliches Leid".

Wendt räumte ein, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nachvollziehbar sein müssten. Allerdings komme niemand auf die Idee, in anderen Bereichen die Akzeptanz von Regeln dem Einzelnen zu überlassen:

"Jeder ist überall gefährdet, deshalb sollte sich auch jeder überall an die Verkehrsvorschriften halten, und deshalb muss auch jeder überall damit rechnen, geblitzt und dann auch belehrt und geahndet zu werden."

Der Blitzmarathon werde oft als PR-Aktion diskreditiert, beklagte Wendt. Es gehe aber darum, mit der Bevölkerung in einen Dialog zu treten, so mehr Transparenz zu schaffen und einen Bewusstseinswandel herbeizuführen.

Deutschlandradio Kultur

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt