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Rainer Wendt über neue Studie zur "Polizeigewalt"

„Polizisten müssen sich als Schlägerbande bezeichnen lassen“

Ein Forscherteam der Goethe-Universität Frankfurt hat das Phänomen Polizeigewalt untersucht. Die Ergebnisse lassen aufhorchen. Sehen die Betroffenen auch deswegen häufig von einer Anzeige ab, weil sie fürchten, nicht gehört zu werden? Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat da einen ganz anderen Verdacht.

Herr Wendt, nur ein kleiner Teil der Fälle, in denen Polizisten zu besonders harten und als übertrieben wahrgenommenen Mitteln greifen, wird angezeigt, sagt eine neue Studie. Bevor wir auf diese genauer eingehen: Was ist Polizeigewalt?

Rainer Wendt: Gute Frage, da muss man tatsächlich differenzieren. In der Polizeisprache verwenden wir den Begriff unmittelbarer Zwang. Das Ganze ist klar definiert. Aber leider wird da gerne so manches in einen Topf geworfen. Wo bisher von rechtswidriger Polizeigewalt die Rede war, heißt es jetzt oft nur noch: Polizeigewalt. In Einzelfällen gibt es die, natürlich. Aber es ist falsch, jedes härtere Vorgehen gleich als Gewalt zu bezeichnen.

zum vollständigen Interview (FOCUS-online, 25.05.2023)