Flankiert werden muss dies dringend durch die Einrichtung eines Länderübergreifenden Vorgangsbearbeitungssystems, das auch recherchefähig ist. „Es kann nicht sein, dass eine kriminelle Bande Einbrüche in Brandenburg begeht, dann weiterreist nach Nordrhein-Westfalen und dort niemand bei der Polizei auf Erkenntnisse zuvor begangener Straftaten zugreifen kann.“, kritisiert Walter. Jetzt sollen innerhalb der EU die Informationen schneller fließen, mehrere Pilotprojekte laufen unter dem Namen SIENA (Secure Information Exchange Network Application) bereits sehr erfolgversprechend. Bayern und Baden-Württemberg sind daran beteiligt, im nächsten Monat sollen sich weitere Länder anschließen, unter anderem Nordrhein-Westfalen und Berlin.
„Unter dem Stichwort ‚Predictive Policing‘ versucht die Polizei überdies durch Auswertung von Falldaten, möglichst präzise Vorhersagen zu treffen, wann und wo Einbrecherbanden auftauchen können, um dann ihre Maßnahmen darauf abzustimmen. Aber Haus- und Wohnungsbesitzer können auch selbst aktiv werden, indem sie die kriminalpolizeilichen Beratungen in Anspruch nehmen und moderne Sicherheitstechnik einbauen. Bei alledem darf sich der Staat aber nicht aus der Verantwortung zurückziehen und muss entsprechend in die Innere Sicherheit investieren.“, so Ernst Walter.

