Heiko Teggatz, Chef der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft und stellvertretender Bundesvorsitzender der DPolG, wies auf die Erfahrungen und Fähigkeiten der Bundespolizei für derartige Einsatzlagen hin: „Schon im Frühjahr 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, hat es Grenzkontrollen gegeben, dabei wurden wertvolle Erfahrungen gemacht. Die Ausrüstung und technische Ausstattung sind massiv verbessert worden, in Zusammenarbeit mit dem THW werden beheizte Zelte und Container aufgestellt, die für den notwendigen Schutz der Kräfte sorgen. Die technischen Einheiten der Bundespolizei sind vor Ort, kümmern sich um Verpflegung und Unterbringung, die regelmäßig in Hotels stattfindet.
Wie lange dieser Einsatz dauern wird und ob er möglicherweise auf weitere Grenzregionen ausgeweitet wird, ist nicht vorhersehbar. Heiko Teggatz: „Der Schutz unserer Grenzen gehört zur Kernkompetenz der Bundespolizei, auch und gerade in solchen Ausnahmesituationen, wie jetzt. Aber die Kolleginnen und Kollegen wissen um ihre hohe Verantwortung. Außer Frage steht, dass dies ein sehr personalintensiver Einsatz ist, deshalb müssen die zur Verfügung stehenden Einheiten möglichst zielgenau eingesetzt werden. Kleinere Grenzübergangsstellen sollten deshalb komplett geschlossen werden, damit keine Schleichwege geschaffen werden, denn die Polizei kann nicht an jeder kleinen Straße präsent sein.“

