Das Thema „Gewalt gegenüber Polizisten“ war in Berlin erst vor zwei Wochen im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz in einem von Linksautonomen besetzen Wohnhaus in der Rigaer Straße in den Schlagzeilen. Der Andrang beim politischen Frühstücksgespräch mit dem Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft am Mittwochmorgen ist entsprechend groß. Für Rainer Wendt ist das Thema nicht neu: „Gewalt gegen Polizisten hat es schon immer gegeben“. In den letzten Jahren lässt sich jedoch beobachten, dass Polizeibeamte nicht nur bei Demonstrationen und Fußballspielen verletzt werden, sondern dass sie selbst bei Routineeinsätzen wie z.B. bei Verkehrskontrollen beleidigt oder angegriffen werden. Rainer Wendt sieht die Ursache für die zunehmende Gewalt gegen Polizisten darin, dass ein Teil der Bevölkerung die Autorität der Polizei und anderer staatlicher Institutionen nicht mehr anerkenne. Immer öfter würden Polizisten nicht nur Respektlosigkeit erleben, sondern „das blanke Staatsverachten“.

