Zur Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer sicherte de Maizière zu, dass die EU mit aller Anstrengung und den notwendigen Mitteln versuchen wird, den kriminellen Schlepperbanden in den Herkunftsländern das Handwerk zu legen. Schnelle Erfolge seien aber nicht zu erwarten.
Der Bundesinnenminister lobte die in der vergangenen Woche vorgestellten Leitlinien zur Vorratsdatenspeicherung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Gesetzentwurf den Vorgaben der höchsten Gerichte entsprechen werde. Die Vorratsdatenspeicherung, inzwischen zum Symbolthema geworden, wird endlich kommen, nicht zuletzt auch dank der kritischen Begleitung durch die DPolG.
Als polizeiliches Instrument der Zukunft sieht der Bundesinnenminister das Predictive Policing, das große Datenmengen zusammenführt, um verwertbare Erkenntnisse zu erlangen. In diesem Zusammenhang verwahrte sich de Maizière gegen den regelmäßig erhobenen Vorwurf des Racial Profiling durch Polizeibeamte. Polizistinnen und Polizisten müssen grundsätzlich ein Gespür für verdächtige Personen haben, ansonsten könnten sie ihre Arbeit einstellen.

