Verkehrsunfälle trotz verhängter Fahrverbote
Fahrten ohne Fahrerlaubnis stehen häufig im beruflichen Kontext
Mehr als 7.000 schwere Unfälle wurden 2024 von Menschen verursacht, die eigentlich gar nicht hätten fahren dürfen. Der Geschäftsführer der Kommission „Verkehr“ der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Marco Schäler, sagte gegenüber der dpa mit Blick auf die Ergebnisse der Unfallforschung, ein wesentlicher Anteil der Fahrten ohne Fahrerlaubnis stand im beruflichen Kontext und sollte „somit in den Fokus der gesellschaftlichen Betrachtung gerückt werden.“
„Bedauerlicherweise sieht der Gesetzgeber offenkundig keine Notwendigkeit mehr in der arbeitgeberseitigen Kontrolle“, sagte Schäler. Die DPolG hatte im September einen Gesetzentwurf kritisiert, der eine Aufweichung der Kontrollpflicht von Unternehmen mit Dienstwagen und Fuhrparks vorsehe, wenn sie Fahrer ein Fahrzeug überließen. Halter von Fahrzeugen müssen hierzulande kontrollieren, ob jemand überhaupt ein Fahrzeug fahren darf.
