Über insgesamt 87 Polizeihubschrauber verfügt die Bundespolizei. Die stehen nicht aber nur in Sankt Augustin bei der Fliegergruppe, sondern auch in den vier auf Deutschland verteilten nachgeordneten Fliegerstaffeln in Fuhlendorf, Blumberg, Fuldatal und Oberschleißheim.
Besonderes Interesse während des Besuches galt den fehlenden Haushaltsmitteln, unter denen auch der Bundespolizei-Flugdienst bereits seit Jahren im Rahmen des allgemeinen Spardiktates leidet und die eine immer größere Improvisation bei Wartungszeiträumen und Materialbewirtschaftung erfordern, um den hohen Sicherheitsstandard der Polizeihubschrauber zu erhalten.
Insbesondere die Frage nach der Finanzierung des dringend erforderlichen neuen Flight Management System (FMS), also sozusagen das Navy der Hubschrauber, muss dringend geklärt werden. Da das alte System künftig nicht mehr aktualisiert werden kann, würden die Bundespolizeihubschrauber ohne das neu zu beschaffende FMS künftig nur noch bei Tag und schönem Wetter aufsteigen können. Die DPolG-Vertreter sagten dem Chef der Fliegergruppe ihre Unterstützung zu, indem sie den maßgeblichen Haushaltspolitikern im Bund die besondere Dringlichkeit der in den kommenden 6 Jahren benötigten 45 Millionen Euro (jährlich also zusätzlich ca. 7,5 Millionen Euro) für das neue System darstellen werden.
Darüber hinaus diskutiert wurde neben den künftigen Herausforderungen bei der Aufgabenwahrnehmung der Bundespolizei-Flieger im In- und Ausland, insbesondere im Bereich der Nord- und Ostsee, aber auch ganz praktische Fragen, wie z.B. die teils völlig unbefriedigende Entlohnung der Kolleginnen und Kollegen im Tarifbereich, die tagtäglich im Instandhaltungsbetrieb einen hervorragenden Job machen und für die exzellente Sicherheit der Bundespolizei-Hubschrauber sorgen. Auch hierzu wird sich die DPolG klar positionieren, um verbesserte Eingruppierungen und entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten zu ermöglichen.

