Die DPolG fordert deshalb, alles zu unternehmen, um Schutzlücken zu schließen. Wendt: „Dazu gehört in Deutschland die personelle Stärkung der Sicherheitsbehörden und eine verstärkte Zusammenarbeit und ein verbesserter Informationsaustausch der Polizeien und Nachrichtendienste untereinander. Auch in Europa brauchen wir eine Sicherheitsstrategie mit verbindlichen Zielen und konkreten Maßnahmen, denn eine engere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden ist vor dem Hintergrund von Terrorgefahr und Radikalisierungstendenzen unabdingbar. Die Polizei muss alles wissen über Gefährder, über Reisewege, über mögliche Komplizen. Um im Kampf gegen Kriminalität und Terrorgefahr effektiver werden, muss der Ausbau von gemeinsamen Ermittlungsteams auf dem operativen Gebiet vorangetrieben werden.“
Auch die europäische Polizeibehörde Europol sollte finanziell, personell und inhaltlich gestärkt werden. Wendt: „Wir halten die Einrichtung eines bei Europol angesiedelten Europäisches Anti-Terror-Zentrums für sinnvoll. Das analog in Deutschland agierende Gemeinsame-Terrorismus-Abwehrzentrum von Polizei und Nachrichtendiensten arbeitet bereits seit einigen Jahren erfolgreich auf dem Gebiet der Informationsbeschaffung und Datenanalyse. Gerade auf europäischer Ebene brauchen wir mehr Hintergrundwissen über terroristische Netzwerke und über kriminelle, grenzüberschreitende Strukturen.“

