16. Januar 2026

Einkommensrunde Länder 25/26

Zweite Verhandlungsrunde in Potsdam: DPolG erhöht Druck

Am 15. Januar 2026 startete in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde der Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder. Die Botschaft der DPolG und des dbb ist klar: Ohne substanzielles Angebot gibt es eine Ausweitung der Warnstreiks – und zwar zeitnah und spürbar.

Die Forderungen liegen seit Mitte November auf dem Tisch: +7 %, mindestens +300 € monatlich, +200 € für Nachwuchskräfte sowie +20 Prozentpunkte bei allen Zeitzuschlägen (Laufzeit: 12 Monate). Damit sollen Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes gesichert werden – ein Muss angesichts massiver Personalengpässe in sicherheitsrelevanten Bereichen, Verwaltungen, Schulen, Kliniken und Infrastruktur.

Heiko Teggatz, stellvertretender Bundesvorsitzender der DPolG, betonte in Potsdam: 

„Die Beschäftigten haben ihre Erwartungen klar formuliert. Wenn die Arbeitgeber auch in dieser Verhandlungsrunde kein ernsthaftes Angebot vorlegen, werden sie mit weiterem Druck rechnen müssen. Die Zeit des Aussitzens ist vorbei.

Wer einen leistungsfähigen und handlungsfähigen Staat will, muss bereit sein, in die Beschäftigten zu investieren. Wertschätzung darf sich nicht in politischen Floskeln erschöpfen – sie muss sich jetzt konkret im Einkommen der Kolleginnen und Kollegen niederschlagen.“

dbb‑Bundesvorsitzender Volker Geyer brachte es vor Beginn der Runde auf den Punkt: „Was die Länder sich nicht leisten können, ist ein Attraktivitätsminus für den öffentlichen Dienst.“ Der öffentliche Dienst lasse sich nicht wegignorieren – die vielbeschworene Wertschätzung müsse jetzt verhandelt und bezahlt werden. 

Bereits vor und während der zweiten Runde gab es Warnstreiks, Kundgebungen und Mahnwachen in zahlreichen Ländern wie beispielsweise in Berlin am Bundesrat und vor dem Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 11. - 13. Februar 2026 in Potsdam angesetzt.

dbb-Sonderseite zur Einkommensrunde

Flugblatt Einkommensrunde Nr. 15