Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte
Start der Silvester-Initiative „Mensch in Uniform“
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) startet ihre Initiative „Mensch in Uniform“, um ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegenüber Einsatzkräften zu setzen. Hintergrund sind die wiederholten Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in den vergangenen Silvesternächten. Rund 300 Polizeibeamte werden in Deutschland täglich Opfer von Gewalt – eine Entwicklung, die nicht zur Normalität werden darf.
Der Jahreswechsel bedeutet für viele Menschen ausgelassene Feiern, für Einsatzkräfte jedoch Hochbetrieb. Besonders in Großstädten wie Berlin sind zahlreiche Polizisten und Retter im Einsatz, um Sicherheit zu gewährleisten. Leider nutzen einige Personen die Silvesternacht gezielt, um Einsatzkräfte anzugreifen oder deren Arbeit zu behindern. Mit der Initiative „Mensch in Uniform“ will die DPolG auf diese alarmierende Entwicklung aufmerksam machen.
Gewalt darf niemals zur Normalität werden
„Menschen in Uniform werden angegriffen, obwohl sie helfen wollen. Dieses Ausmaß an Gewalt darf niemals akzeptiert und schon gar nicht zur Normalität werden“, betont DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt.
Die Bilder der vergangenen Jahreswechsel zeigen eine erschreckende Realität: Gewalt gegen Polizisten und Rettungskräfte nimmt zu und ist besorgniserregend. Eine verrohte Gesellschaft mit sinkenden Hemmschwellen und mangelndem Respekt gefährdet den Dienst derjenigen, die für Sicherheit und Ordnung sorgen.
Beleidigungen, Bedrohungen, körperliche Attacken – für viele Polizeibeamte ist das trauriger Alltag. Sie werden bespuckt, mit Pyrotechnik, Steinen oder Flaschen beworfen und sogar mit Messern oder Schusswaffen bedroht. Trotz dieser Gefahren leisten sie täglich unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit der Bürger und den Schutz des Rechtsstaats.
Unmittelbare harte strafrechtliche Konsequenzen für Täter
„Wer die Silvesternacht nutzt, um Einsatzkräfte anzugreifen, muss mit harten strafrechtlichen und gegebenenfalls ausländerrechtlichen Konsequenzen rechnen – und zwar sofort“, fordert Wendt. In bestimmten Stadtteilen, wie Berlin-Neukölln, treten gewaltbereite Gruppen auf, die Gesetze missachten und Einsatzkräfte gefährden.
„Der Schutz unserer Polizisten und Retter muss oberste Priorität haben“, so Wendt weiter. „Politische Floskeln helfen weder bei der psychischen und physischen Heilung, noch schützen sie vor Gewaltattacken. Schon seit Jahren fordern wir als DPolG strafrechtliche Schnellverfahren bei Attacken gegen Einsatzkräfte wie in den Silvesternächten.“
Die Deutsche Polizeigewerkschaft appelliert an alle Bürger, den Jahreswechsel friedlich zu feiern, Polizeibeamten und Rettungskräften mit Respekt zu begegnen und ihre Arbeit nicht zu behindern.
