26. Juli 2022

Polizei und Innere Sicherheit unter der Lupe

Zu Besuch: Der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen

Zu einem Vortrag und Gespräch über Innere Sicherheit in Deutschland im allgemeinen und Organisierte Kriminalität im Besonderen begrüßte DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt 25 Studierende aus ganz Deutschland am 26. Juli im dbb forum Berlin. Die Studierenden, hauptsächlich mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft, brachten großes Interesse und viele Fragen mit.

Rainer Wendt ging in seinen Ausführungen auf die verschiedenen Formen der Organisierten Kriminalität ein und erläuterte die Herausforderungen, vor denen die Polizei bei der Bekämpfung der OK steht. Entscheidend sind stets genügend Personal, moderne Technik sowie eine Gesetzeslage, die den Sicherheitsbehörden ausreichend Befugnisse überträgt. Die sogenannte Quellen-TKÜ ermöglicht es der Polizei bei der Verfolgung schwerer Straftaten effektiver zu ermitteln. Die Bundespolizei darf sie jedoch bis dato nicht nutzen.

Ebenso steckt die semantische Analyse unstrukturierter Massendaten noch in den Kinderschuhen. Aber auch hier sollten die technischen Möglichkeiten, die es bereits gibt, viel stärker genutzt werden, forderte der DPolG Bundesvorsitzende. Dann wären solche komplexen Verfahren, wie es das Beispiel NSU gezeigt hatte, besser und schneller bewältigt worden.

In der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde wurde deutlich, in welchem politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeld die Polizei agiert. Einzelne Vorgehensweisen der Polizei, wie verdachtsunabhängige Kontrollen, geraten immer wieder in das Zentrum von Debatten. Der Polizeiberuf ist und bleibt eben ein spannender, der bei jungen Menschen sehr beliebt ist, so Rainer Wendt. Bei allen Herausforderungen, die bestehen, genießt die Polizei ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung.

Der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) ist das größte sicherheitspolitische Nachwuchsnetzwerk in Deutschland und Dachverband von über 25 Hochschulgruppen. Als Mittler für Sicherheitspolitik wird Studentinnen und Studenten die Möglichkeit geboten, sich auf wissenschaftlichem Niveau mit Sicherheitspolitik zu befassen und mit den verschiedensten sicherheitspolitischen Akteuren in Dialog zu treten.

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