
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat auf ihrem Bundeskongress eine neue Bundesleitung gewählt. Die 396 Delegierten sprachen Heiko Teggatz mit einer überwältigenden Mehrheit von 382 (96,5%) ihr Vertrauen aus und wählten ihn zum neuen Bundesvorsitzenden der DPolG. Er folgt auf Rainer Wendt, der nach rund 19 Jahren an der Spitze der DPolG nicht erneut kandidiert hatte.
Zu seinem 1. Stellvertreter bestimmten die Delegierten Ralf Kusterer aus Baden‑Württemberg. Weitere stellvertretende Bundesvorsitzende sind Markus Sehn (Saarland), Thomas Jungfer (Hamburg), Thorsten Grimm (Bayern) sowie Olaf Sendel (Sachsen‑Anhalt).
„Ich danke den Delegierten herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und herausragende Wahlergebnis. Gemeinsam mit der Bundesleitung, allen Funktionsträgern und Landesverbänden werden wir uns weiterhin mit voller Entschlossenheit für die Belange der Polizeibeschäftigten und für einen starken Rechtsstaat einsetzen“, sagte Heiko Teggatz unmittelbar nach der Wahl.
In seiner Antrittsrede setzte der neue Bundesvorsitzende klare Schwerpunkte für die gewerkschaftliche Arbeit in den kommenden Jahren. Mit großer Sorge verwies er dabei vor allem auf die seit Jahren ansteigende Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte.
„Menschen, die tagtäglich für unsere Sicherheit sorgen, geraten zunehmend selbst ins Visier von Gewalt. Die Lage für Einsatzkräfte ist hoch angespannt, vielerorts sehen sie sich brutalen und teils lebensgefährlichen Angriffen ausgesetzt. Besonders im Umfeld von Demonstrationen nimmt die Gewaltbereitschaft deutlich zu. Gewalt gegen Einsatzkräfte ist inakzeptabel und darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben!“
Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe hätten mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das nicht länger hingenommen werden dürfe. „Wer den Rechtsstaat angreift, greift gezielt diejenigen an, die ihn tagtäglich schützen. Hier darf es bei strafrechtlichen Konsequenzen kein Zögern geben.“, betonte Teggatz.
Ein weiterer Schwerpunkt war die am heutigen Tag veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik 2025. Teggatz zeigte sich besorgt über die weiterhin hohe Anzahl nicht‑deutscher Tatverdächtiger und forderte konsequente Abschiebungen von Intensivtätern. Zugleich erneuerte er die Forderung der DPolG nach einer 1.000‑Euro‑Entlastungsprämie für die Beschäftigten des Bundes. „Während viele Gruppen finanziell entlastet werden, gehen ausgerechnet diejenigen leer aus, die tagtäglich für den Staat und die Sicherheit der Menschen arbeiten. Das ist weder gerecht noch nachvollziehbar“, stellte Teggatz klar.
Mit dieser Bundesleitung ist die DPolG für die kommenden Jahre gut gerüstet, um sich entschlossen für die Belange der Polizeibeschäftigten und für die innere Sicherheit unseres Landes einzusetzen.