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Konsequenzen aus Winnenden
DPolG unterstützt Maßnahmen zur Gewaltprävention an Schulen


Berlin, 09.03.2010
Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden, bei dem 16 Menschen getötet worden waren, legte heute der Landtag von Baden-Württemberg seine Empfehlungen zur zukünftigen Prävention derartiger Gewalttaten an Schulen vor. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) unterstützt die Vorschläge, da sie vor allem das langfristige Ziel verfolgen, Schüler beim Thema Gewalt zu sensibilisieren sowie Schüler und Lehrer gemeinsam auf Ausnahmesituationen wie Amokläufe vorzubereiten.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Es ist gut, dass keine gesetzgeberischen Schnellschüsse gefordert werden. Entscheidend sind Maßnahmen, die auf lange Sicht an Schulen ein angstfreies und faires Miteinander unter Schüler, Lehrern und Eltern entstehen lassen.“ Dazu gehören wie der Bericht vorsieht, die verstärkte Einstellung von Schulpsychologen, die flächendeckende Einführung von Anti-Gewalt-Programmen an Schulen sowie die intensivere Beratung von Eltern.

Wendt: „Die Anti-Gewalt-Programme sind seit Jahren eine Erfolgsgeschichte, in den Bildungseinrichtungen, wo sie regelmäßig stattfinden. Speziell geschulte Polizisten trainieren Schüler und Lehrer und zeigen anhand von Rollenspielen, wie gewalttätige Auseinandersetzungen bereits im Ansatz verhindert werden können. Wichtig ist, dass diese Trainings flächendeckend und immer wieder stattfinden.“

Die DPolG fordert die übrigen Bundesländer auf, sich den Katalog aus Baden-Württemberg genau anzusehen. „Dort, wo es Defizite bei der Präventionsarbeit an Schu-len gibt, sollte es nun auch für andere Länder den Ansporn geben, nachzubessern.“ so Wendt.