12. Mai 2017

13. Frauenpolitische Fachtagung der dbb bundesfrauenvertretung

Geschlechterbedingte Diskriminierung bei Beurteilungen beenden

Tomas Moll
Sind sich darüber einig: "Leistung ist keine Frage des Geschlechts." Sabine Schumann (DPolG Bundesfrauenbeauftragte), Rainer Wendt (DPolG Bundesvorsitzender) und Helene Wildfeuer (Vorsitzende der dbb Bundesfrauenvertretung), v.l.n.r.

Um mehr Berufsnachwuchs zu gewinnen, muss der öffentliche Dienst verstärkt auf einen Wandel der Führungskultur hinarbeiten. Das sagte der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt zum Auftakt der 13. Frauenpolitischen Fachtagung der dbb bundesfrauenvertretung am 11. Mai 2017. Die Veranstaltung in Berlin stand unter dem Motto „Frauen 4.0 – Diskriminierungsfreies Fortkommen im öffentlichen Dienst – Jetzt umdenken!“.

„Der öffentliche Dienst beklagt einen massiven Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund wird besonders um junge, gut ausgebildete Frauen geworben, die die Lücke stopfen sollen. Allerdings steht diesen Bemühungen ein überholtes Beurteilungs- und Beförderungswesen entgegen. Es verpasst den jungen Frauen, wenn sie für die Familie zeitweise zurückstecken, einen linken Haken und verschiebt sie dauerhaft aufs berufliche Abstellgleis“, kritisierte Dauderstädt. „Hier muss die Politik dringend handeln.“

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